Hagen Quartett
Beschreibung
Es gibt eine quälende, typisch romantische Leitfrage in den Werken Franz Schuberts: die Frage nach dem »Wohin«. Sie schwebt nicht nur drohend über seinen zahlreichen Liedern, in denen das lyrische Ich meist ins Ungewisse wandert, sondern steht auch in seinen Instrumentalwerken meist für einen inneren Weg – in die Einsamkeit, die Erinnerung und nicht selten in den Tod. In keinen vorherigen Werken klingt die Frage nach dem »Wohin« aber so nachdrücklich an wie in den Streichquartetten, die Schubert 1824 zu komponieren begann. In der Gewissheit seiner eigenen irdischen Vergänglichkeit durch seine Syphilis-Erkrankung bündeln »Rosamunde« und »Der Tod und das Mädchen« die gesamte Bandbreite menschlicher Empfindungen zwischen friedvollem Hoffnungsschimmer und dem erbitterten Kampf gegen das Unvermeidliche. Zusammen mit Schuberts musikalischem Nachdenken über das »Wohin« wagt sich auch das Hagen-Quartett in dieser Saison in eine ungewisse Zukunft: Nach über vier Jahrzehnten gemeinsamen Musizierens verabschiedet sich das Spitzen-Ensemble 2026 mit seiner letzten Tournee von den internationalen Bühnen.
Diese Information wurde automatisch von der Originalseite gesammelt (Stand: 26.4.2026). Bitte prüfen Sie alle Angaben vor der Teilnahme.
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